Große Solarthermieanlage für das Vorzeigeprojekt „Solarenergiedorf Liggeringen“ beauftragt

 

Solarthermieanlage Liggeringen

Das „Solarenergiedorf Liggeringen“ ist mit seinem regenerativen Nahwärmenetz ein Leuchtturmprojekt für die Region Radolfzell am Bodensee. Die Stadtwerke Radolfzell beauftragen den österreichischen Technologieführer SOLID mit der Errichtung einer 1.100m² großen Solaranlage für eine umweltfreundliche Wärmebereitstellung. Der Win-Win-Effekt für Bewohner und Wärmewende ist garantiert.


Durch den Bau des neuen Wärmenetzes in Radolfzell-Liggeringen am Bodensee erneuert sich ein ganzer Ortsteil. Seit Baubeginn im Herbst 2017 laufen die Erschließungsarbeiten für die Fernwärmeleitungen, welche die regenerativ gewonnene Wärme aus Solarthermie und Biomasse bereits diesen Winter zu den Hausbewohnern transportieren könnten. Das Vorzeigeprojekt der Stadtwerke Radolfzell beinhaltet auch ein Glasfasernetz. Fernwärmekunden erhalten dadurch eine leistungsfähige Datenverbindung. Der Großteil der Häuser wird derzeit mit oft veralteten Öl- oder Flüssiggaskesseln beheizt. 90 der 260 Hausbesitzer sollen noch dieses Jahr Nutznießer der ökologisch-smarten Wärmeversorgung werden.


Saubere Wärme von der solarthermischen Großanlage  


Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren zur Errichtung der Heizzentrale mit dem Biomassekessel und einer großen Freiflächen-Solarthermieanlage. Das Solarsystem mit einer Kollektorfläche von rund 1.100 m², was einer thermischen Leistung von rund 775 kW entspricht, soll bereits im Sommer 2018 errichtet werden. Es liefert jährlich etwa 470.000 kWh Wärme und deckt somit etwa 20% des jährlichen Bedarfs. Im Sommer wird die Solarthermie die Wärmeversorgung komplett alleine übernehmen. Ausnahme bleiben nur längere Schlechtwetterperioden. Wenn die Nutzerzahlen steigen, kann die Anlage ausgebaut werden. Entsprechende technische Vorbereitungen werden bereits bei der Errichtung getroffen.


Verantwortlich für die Planung und Errichtung der Solaranlage ist der Solarspezialist SOLID aus Österreich. Das erfahrene Unternehmen konnte sich durch Qualität in Technik und Wirtschaftlichkeit gegen vier Mitbewerber durchsetzen. „In der Sondierung der Angebote stellte sich sehr schnell heraus, dass für unseren Anwendungsfall, nämlich eine dörfliche Wärmeversorgung auf moderatem Temperaturniveau,  Hochleistungs-Flachkollektoren die deutlich wirtschaftlichere Lösung zu Vakuumröhrenkollektoren sind. “ so Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Radolfzell. Die von SOLID angebotenen Kollektoren erreichen bei guter Sonneneinstrahlung Temperaturen von 80 bis zu 100 °C. Bei schwacher Sonnenstrahlung, z.B. im Winter kann die Sonnenenergie genutzt werden, um das Heizungswasser vorzuwärmen. Dann sorgt der Holzkessel für die nötige Energie, um die Kunden mit erneuerbarer Wärme zu versorgen.  

 
Solarwärme hat den einzigartigen Vorteil, dass die Wärmeerzeugung über mindestens 20 Jahre kalkulierbar ist. Im Unterschied z.B. zu Wärmepumpen wird kaum Strom zum Betrieb der Anlage eingesetzt. Die Effizienz von Solarthermie ist in diesem Anwendungsfall etwa dreimal so hoch wie es eine PV-Anlage zur Stromerzeugung wäre. Insofern ist die Kombination von Biomasse und Solarthermie in vielerlei Hinsicht optimal und ein wesentlicher Beitrag zur Wärmewende.

 

Win-win Effekt für Bewohner und Wärmewende


Vor allem die Bewohner von Radolfzell-Liggeringen profitieren von dem Vorzeigeprojekt der Stadtwerke. Anreize werden auf mehreren Ebenen geschaffen: Attraktive Anschlusskosten samt Wärmevertrag kombiniert mit einem Glasfaseranschluss sparen nicht nur Kosten, Platz (im Heizkeller) und Zeit, sondern auch CO2-Emissionen für den Klimaschutz. Andreas Reinhardt fasst es so zusammen: „Dieses Vorhaben ist ein Leuchtturmprojekt für die Stadtwerke und die Region. Es ist mit der Modernisierung eines ganzen Ortsteils verbunden. Seit 2014 stehen wir regelmäßig mit den Bürgern in Kontakt und tragen gemeinsam das Projekt. Es entsteht dadurch ein deutlicher Mehrwert für unsere Kunden und unsere Umwelt“.


Über SOLID


Seit 1992 plant und installiert die Firma SOLID solarthermische Großanlagen mit Kollektorflächen von etwa 100 m² bis zu mehreren 1.000 m². Bisher wurden weltweit mehr als 300 Solaranlagen realisiert. Zu den Kunden zählen unter anderem Wärmeversorger, Industriebetriebe und Wohnbauträger. SOLID ist herstellerunabhängig und sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene an zahlreichen Forschungsvorhaben beteiligt. Auf Wunsch des Kunden übernimmt SOLID auch die Verantwortung für einen effizienten und optimierten Betrieb der Anlage.

 

Über Stadtwerke Radolfzell


Die Stadtwerke Radolfzell GmbH ist ein leistungsstarker Energiedienstleister mit ökologischer Ausrichtung in der Bodenseeregion. Sie versorgt rund 32.000 Einwohner mit Strom, Gas, Wasser, Wärme und Breitband. Auch die Bedienung des ÖPNV obliegt den Stadtwerken. Die dezentrale und regenerative Stromerzeugung ist ein wichtiges Anliegen, daher werden seit 2015 alle Tarifkunden ausschließlich mit Strom produziert aus 100 % Wasserkraft versorgt. Im Bereich der Photovoltaik betreiben die Stadtwerke Radolfzell Bürgerdachprojekte. Hier wird Bürgern ermöglicht, die keine PV-Anlage auf ihrem Eigentum zu installieren können, sich trotzdem für erneuerbare Energien einzusetzen. Über die Grenzen von Radolfzell hinaus bekannt, ist das Bioenergiedorf Möggingen. In dem Ortsteil von Radolfzell wird Wärme aus Holzhackschnitzeln und vor Ort erzeugtem Biogas gewonnen um damit 140 Häuser zu beheizen.

 

Ansprechpartner:
Detlev Seidler
Vertriebsleiter Deutschland
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Tel.: +49 174 94 74 292
S.O.L.I.D. Gesellschaft für Solarinstallation und Design mbH
www.solid.at

 

Robin Nothofer
Projektleiter Solarenergiedorf Liggeringen
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Tel.: +49 7732 8008-120
Stadtwerke Radolfzell GmbH
www.stadtwerke-radolfzell.de