1 Million m² Solarkollektoren in Dänemarks solarer Fernwärme

DSCN6594Im September veröffentliche der Dänische Fernwärmeverband neue Daten zur Solarthermie. Die Entwicklung ist beeindruckend: Genau 1.003.024 m² zählte das Land am 21. September 2016 in insgesamt 85 solarunterstützten Fernwärmenetzen. Die Daten zeigen des Weiteren, dass es Solarthermie im großen Maßstab mit fossiler Wärmeerzeugung aufnehmen kann. Was unterscheidet Dänemark und Österreich?


In Dänemark erreicht die Branche Wärmepreise zwischen 3 und 5 Cent pro kWh. Zentral für die Wirtschaftlichkeit ist einerseits, dass die Anlagen eine gewisse Größe vorweisen. In Silkeborg in Dänemark „wächst“ derzeit eine neue Rekordanlage mit 156.000 m² und einer Spitzenleistung von 110 MW. Dänemark ist Weltmarktführer, jedoch längst nicht mehr das einzige Land, in dem Solarthermieanlagen in solchen Dimensionen entstehen. Dänemark zeichnet sich des Weiteren durch eine relativ hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe aus, wodurch meist genossenschaftlich organisierte Solarwärmenetze ohne weitere Förderungen attraktiv sind. Dies reduziert auch den Wärmekundenpreis in den Kommunen.


Auch in Graz laufen wie berichtet Planungen für eine Anlage mit noch größerem Ausmaß im Projekt Big-Solar: 450.000 m² Kollektorfläche sollen das Grazer Fernwärmenetz zu 20% mit Energie aus der Sonne versorgen. SOLID engagiert sich bereits seit Jahren für Solarthermische Systeme ähnlich jenen in Dänemark. Nicht zuletzt im kürzlich gestarteten IEA SHC Task 55 werden Anlagen aus Österreich, China und Dänemark verglichen um technisch-wirtschaftlich optimierte Anlagen für den Weltmarkt zu entwickeln.


Weitere Informationen unter www.solar-district-heating.eu, http://task55.iea-shc.org/