Projekt MeQuSo - Methodenentwicklung für Qualitätsnachweise solarthermischer Großanlagen unter realen Betriebsbedingungen

 

FHW

Die Einsatzbedingungen von Kollektoren in Großsolaranlagen weichen häufig deutlich von Prüfbedingungen ab, unter welchen sie getestet wurden. Betreiber von solarthermischen Anlagen verlangen üblicherweise einen garantierten Mindestertrag vom Solaranlagenbauer. Gleichzeitig wird der Wärmepreis zwischen Betreiber und Kunden durch solares Contracting fixiert. Um die Unsicherheit über die thermische Leistungsfähigkeit der eingesetzten Kollektoren zu reduzieren und die Planungssicherheit zu erhöhen, müssen etablierte Testmethoden und gängige Kollektorkennwerte kritisch hinterfragt werden.


Die Hauptziele des Forschungsprojektes MeQuSo sind die Entwicklung eines (1) In-situ Leistungstests für große Kollektorfelder und eines (2) praxisnahen Leistungs – und Ertragsnachweises unter realen Einsatzbedingungen im Feld. Diese Entwicklung basiert auf Daten, welche über einen 2-jährigen Zeitraum während des normalen Betriebes erfasst werden und eine monatliche, saisonale und ganzjährliche Auswertung der Kollektorkennwerte erlauben. Um die hohe Qualität der Daten zu garantieren wurden im Zuge von umfangreichen Umbauarbeiten hochpräzise Messgeräte eingebaut.


Die Testanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe eines gasbetriebenen Fernheizwerks in Graz und bietet die Möglichkeit der Erfassung thermischer Leistungskennwerte der eingesetzten Kollektoren im System. Insgesamt beträgt die verbaute Kollektorflache 2.750 m2 von 6 unterschiedlichen Kollektortypen 5 führender europäischer Hersteller.


Vorteile, welche sich durch die entwickelten Methoden ergeben sind:


1.    Durch die Verwendung von präzisen Kennwerten ist eine genauere Ertragsabschätzung und eine Steigerung der Planungssicherheit möglich
2.    Das zusätzliche Wissen über das thermische Verhalten von Kollektorfeldern im System kann zu einer Verbesserung in der zukünftigen Kollektorentwicklung und Planung von Solarfeldern führen.


Dieses Forschungsprojekt wird durch die FFG gefördert, die Testanlage wurde gefördert durch Pitagoras, EU und den Klima-und Energiefonds.

 

 

ffg KEF  frameworkpitagoras